A woman sits by a tranquil lakeside with ducks swimming at sunrise in Belarus.

Warum Selbstfürsorge nicht immer gemütlich ist

Selbstfürsorge wird oft mit etwas Angenehmem verbunden:
ein warmes Bad, eine Kerze, ein ruhiger Abend, eine Tasse Tee.

Und ja – all das kann guttun.
Aber echte Selbstfürsorge geht oft tiefer.
Und sie ist nicht immer gemütlich.

Selbstfürsorge ist mehr als Belohnung

Viele von uns greifen in stressigen Phasen zu schnellen Erleichterungen:
Scrollen, Serien, Süßes, Ablenkung.

Das ist verständlich.
Unser System sucht Entlastung.

Aber diese Formen von „Selfcare“ beruhigen meist nur kurzfristig.
Sie verändern nichts an der inneren Überlastung.

Echte Selbstfürsorge setzt früher an –
und manchmal fühlt sich das zunächst ungewohnt oder sogar anstrengend an.

Wenn Hinspüren unbequem wird

Selbstfürsorge bedeutet oft:

  • ehrlich wahrzunehmen, wie es uns wirklich geht
  • Grenzen zu erkennen – und zu setzen
  • zu spüren, dass etwas zu viel ist
  • Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen

Das kann innere Spannung auslösen.
Oder Widerstand.
Oder Traurigkeit.

Nicht, weil etwas falsch läuft –
sondern weil wir beginnen, genauer hinzuschauen.

Selbstfürsorge heißt auch: etwas verändern

Manchmal bedeutet Selbstfürsorge:

  • Nein zu sagen
  • Tempo herauszunehmen
  • Gewohnheiten zu hinterfragen
  • Gespräche zu führen, die wir lange vermieden haben

Das fühlt sich nicht immer leicht an.
Aber es ist oft notwendig, damit das Nervensystem langfristig entlastet wird.

Regulation statt Wohlfühlprogramm

Aus Sicht des Nervensystems geht es bei Selbstfürsorge nicht darum,
sich ständig gut zu fühlen.

Es geht darum, wieder stabiler zu werden.
Mehr verbunden.
Mehr bei sich.

Manchmal entsteht diese Stabilität durch Ruhe.
Manchmal durch Bewegung.
Manchmal durch Klarheit.

Und manchmal erst, nachdem wir durch eine unbequeme Phase gegangen sind.

Auch das darf Selbstfürsorge sein

Selbstfürsorge kann heißen:

  • sich Unterstützung zu holen
  • alte Muster zu erkennen
  • langsamer zu werden, obwohl alles in uns „weitermachen“ will
  • sich selbst ernst zu nehmen

Das ist nicht immer gemütlich.
Aber es ist wirksam.

Zum Schluss

Selbstfürsorge ist kein Wellnessprogramm.
Sie ist eine Beziehung zu dir selbst.

Manchmal sanft.
Manchmal klar.
Manchmal herausfordernd.

Und genau darin liegt ihre Kraft.


🤍 Einladung

Wenn du lernen möchtest,
wie Selbstfürsorge im Alltag wirklich tragen kann –
auch jenseits von Wohlfühlmomenten –,
lade ich dich herzlich ein, meine Angebote kennenzulernen.

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