Warum Kinder keine Strategien brauchen, sondern Sicherheit
Viele Eltern und Pädagog:innen kennen den Gedanken:
„Mein Kind müsste lernen, besser mit seinen Gefühlen umzugehen.“
Oder: „Es braucht Strategien, um sich zu beruhigen.“
Was dabei oft übersehen wird:
Selbstregulation entsteht nicht durch Techniken –
sondern durch Sicherheit.
Verhalten ist ein Signal
Wenn Kinder laut werden, sich zurückziehen oder impulsiv reagieren,
ist das selten Absicht.
Es ist ein Ausdruck ihres Nervensystems.
Kinder reagieren nicht auf Situationen,
sondern auf das Gefühl, wie sicher oder unsicher sie sich innerlich fühlen.
Ein überforderter Zustand lässt sich nicht „wegatmen“ –
egal, wie gut gemeint ein Tipp ist.
Warum Strategien allein nicht greifen
Atemübungen oder Rückzugsorte können hilfreich sein.
Aber erst dann, wenn das Nervensystem bereit dafür ist.
Ist ein Kind im Alarm,
kann es sich nicht beruhigen –
nicht, weil es nicht will,
sondern weil es gerade nicht kann.
Sicherheit kommt vor Selbstregulation
Regulation entwickelt sich immer in Beziehung.
Kinder lernen innere Ruhe,
indem sie sie bei Erwachsenen erleben.
Nicht durch Erklärungen,
sondern über Tonfall, Körpersprache
und das Gefühl: „Ich werde gesehen.“
Erwachsene sind der wichtigste Anker
Das Nervensystem von Kindern orientiert sich an dem der Erwachsenen.
Deshalb beginnt Selbstregulation nicht beim Kind –
sondern bei uns.
Das ist kein zusätzlicher Druck,
sondern eine Entlastung:
Wir müssen nicht alles lösen.
Wir dürfen da sein.
Sicherheit im Alltag
Sicherheit entsteht oft ganz unspektakulär:
- ein ruhiger Blick
- eine klare, verlässliche Grenze
- jemand, der bleibt, auch wenn es schwierig wird
Das sind keine Techniken.
Das ist Beziehung.
Zum Schluss
Kinder brauchen keine perfekten Erwachsenen
und keine ausgefeilten Strategien.
Sie brauchen Menschen,
die Sicherheit halten –
damit Regulation wachsen kann.
🤍 Einladung
Wenn du dich fragst,
wie Selbstregulation im Alltag konkret aussehen kann –
für Kinder und Erwachsene –,
lade ich dich herzlich ein, meine Angebote kennenzulernen.
In Guter Schlaf – Starker Tag
arbeiten wir mit einfachen, alltagstauglichen S-O-S-Übungen,
die das Nervensystem unterstützen
und Sicherheit von innen heraus stärken.
Mehr dazu findest du hier: Termine & Veranstaltungen
